Führungs-Mythen auf dem Prüfstand: Was die Forschung wirklich sagt
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Viele verbreitete Überzeugungen über wirksame Führung halten der empirischen Prüfung nicht stand. Die Forschung zeigt: Nur 9 Prozent der Mitarbeitenden sehen ihre Führungskräfte für das digitale Zeitalter gerüstet, während 70 Prozent der Organisationen Leadership-Entwicklung priorisieren. Der Widerspruch zwischen Mythos und Realität kostet Unternehmen messbare Wirksamkeit – und lässt sich durch evidenzbasierte Ansätze überwinden.
Mythos 1: Führung ist angeboren – man hat es oder eben nicht
Die Vorstellung vom "geborenen Leader" gehört zu den hartnäckigsten Irrtümern der Managementliteratur. Sie basiert auf der längst widerlegten "Great Man"-Theorie und suggeriert, dass wirksame Führung eine angeborene Gabe sei, die nur wenigen Auserwählten vorbehalten ist.
Die Faktenlage: Laut Psychology Today wird weltweit ein Marktvolumen von 81 Milliarden Dollar in Leadership-Development investiert – weil Führung nachweislich eine erlernbare Fähigkeit ist. Eine Harvard Business Publishing-Studie aus 2024 zeigt, dass 70 Prozent der Organisationen die Bedeutung betonen, dass Führungskräfte ein breiteres Spektrum wirksamer Führungsverhaltensweisen beherrschen müssen.
